Chronik

Jahr

Gründung des Vereins

1935

Mein Schwiegervater, Kapitänleutnant a.D. Heinrich Schütt und ich waren seit langen Jahren Angler. Ich hatte in Döse den alten Karpfenteich von Döscher gepachtet, wo wir regelmäßig auf die von mir eingesetzten Karpfen und Schleie angelten. Mir kann der Gedanke, es müsste doch möglich sein, mehr Menschen für das Angeln zu interessieren, und es mussten außer den Hafen- und Küstenanglern auch noch mehr Angelfreunde in Cuxhaven sein.

Ich beschloß, den Versuch zu machen, mehr Freunde zu sammeln und setzte eine Annonce in die Zeitung, die dazu aufforderte, dass am Angelsport Interessierte sich in der Stadthalle treffen sollten. Und es kamen eine kleine Anzahl, ich erinnere mich an Mews, Möller, Alsguth, Gerasch, Schütt, es waren noch einige mehr, an die ich mich nicht mehr erinnere. Wir beschlossen einen Verein zu gründen und ich wurde mit den dazu nötigen
Vorbereitungen beauftragt.

Das war damals nicht so einfach. Wir lebten im N.S. Staat und jede Vereinsgründung musste dem Kreisleiter angezeigt und von ihm genehmigt werden. Nun gab es bereits eine Angelorganisation, die gleichgeschaltet war und deren für uns zuständiger Vorstand Hamburg war. Ich wandte mich also nach Hamburg und es erschien hier in Cuxhaven der leitende Herr aus Hamburg, der uns sehr begrüßte, und nun zu der Organisierung unseres Vereins schritt.
Als erstes kam die Wahl des Vorsitzenden, ich persönlich war als Bezirksvorsitzender des Bezirkes Stade, zu dem auch Cuxhaven als Ortsverein gehören sollte, in Aussicht genommen. Das wurde aber nichts, weil der stellvertretende Kreisleiter Herr Schmidt einen dahin gehenden Vorschlag des Landesverbandes Hamburg ablehnte, ehe ich nicht braun genug war. Dieselbe Schwierigkeit ergab sich bei der Aufstellung des Vorsitzenden des Ortsvereins.

Wir fanden dann in unserem guten Mews den geeigneten unverdächtigen Mann, der bis zu seinen Tod unseren Kreis leitete. Danach kam der ebenso unvorbereitete Herr Reindl, der denn alles – bis jetzt bestens – und unverdächtig und unbehelligt geleistet hat.

Die Kameradschaft und Hilfsbereitschaft der Angelfreunde war vorbildlich. Wir halfen uns gegenseitig. Es war selbstverständlich, daß der Autofahrer seine Kameraden einlud und mitnahm. Wir waren nicht viel, aber es gelang uns bald, mehr Gewässer zu pachten oder die Erlaubnis zu erhalten, in anderen Pachtgewässern zu angeln.

Wie der Verein sich entwickelt hat, sehen wir heute. Der Angelsport hat mehr Freunde um sich versammelt, als wir bei der Gründung unseres Vereins erwarten konnten.

Mir ist es eine große Freude, daß dieser Sport, der uns der Natur so nahe bringt, wie sonst nur noch die Jagd, der auch zum Nachdenken Zeit ließ, und der als Ausgleich für die Beschäftigung des Alltages unvergleichlich ist, daß dieser Sport so vielen Jungen und Alten zu einem Leben geworden ist. Wenn es etwas in meinem Leben gibt, auf das ich mit Stolz und Freude zurückblicke, dann ist es, daß es mir gelang, durch die erste Anregung diesen schönen, gemeinnützigen, Freude und Gesundheit vermittelnden Verein ins Leben zu rufen.

Dr. Duge

Die organisatorischen Probleme der damaligen Zeit sind aus unserer heutige Sicht kaum mehr nachvollziehbar. Beispielsweise wurde der Vorsitzende nicht von den Mitgliedern des Vereins gewählt, sondern es wurde auf Vorschlag des Kreisleiters der NSDAP durch den Reichsverbandes Deutscher Sportfischer e.V. ein Vereinsführer ernannt. In einem Schreiben des Kreisleiters der NSDAP vom 22. Mai 1935 an Herrn Johannes Mews heißt es wörtlich: „Auf meinen Vorschlag sind Sie vom Reichsverband Deutscher Sportfischer e.V. zum Vereinsführer dieses Verbandes eingesetzt. Da uns daran gelegen ist, an der Spitze aller Vereine möglichst Parteigenossen zu haben, erwarte ich von Ihnen als Pg., daß Sie dieses Ihnen vom Gauführer Sorge, Hamburg, angetragene Amt nunmehr übernehmen. Sie wollen bitte umgehend Ihrem Gauführer die Annahme des Amtes bestätigen.“

Tja – man soll ja auch heute nichts positives über die Nationalsozialisten sagen, aber unsere heutigen Probleme mit der Besetzung ehrenamtlicher Vereinsfunktionen hat die damalige Generation offensichtlich in keiner Weise gehabt.

Schreiben des Reichsverbandes Deutscher Sportfischer e.V. an den Vorsitzenden unseres Vereins wurden mit „Heil Hitler ! Petri Heil !“ unterzeichnet. Ob das denn wohl so ganz korrekt war?

Ende des Gründungsjahres 1935 war der Mitgliederbestand auf 20 angewachsen.

1936

1936 wurden folgende Gewässer „hinzugepachtet“: Die Aue, Vehrsscher Teich und eine 1,5 km lange Streck der Medem in Neuenkirchen. Als Besatz sind in unserer Chronik 600 Karpfen und 500 Schleien vermerkt. Der Mitgliederbestand belief sich Ende 1936 auf 30.

Auszug aus dem Jahresbericht 1936: „Zu Beginn des Jahres gelang es, mit der Gemeindeverwaltung Neuenkirchen einen Pachtvertrag über 1.500 m Flußlauf der Medem abzuschließen. Wenn weiter in Rechnung gestellt wird, daß wir Angelerlaubnis bei Rusch in Neuenkirchen und Meyer in der Aue haben, dürfte diese Frage fast als befriedigt angesehen werden. Im vergangenen Sommer wurden drei Gemeinschaftsfahrten nach der Medem veranstaltet. Diese bildeten den Höhepunkt anglerischen Erlebens und haben ganz besonders zur Festigung unserer kameradschaftlichen Beziehungen beigetragen. Leider sind diese Gemeinschaftsfahrten mit erheblichen Unkosten verknüpft, sollten aber trotzdem sooft, wie möglich wiederholt werden. Unsere Finanzlage hat sich auch gebessert, vorausgesetzt, daß alle Beiträge eingehen, schließen wir dieses Jahr mit einem Überschuß von rd. 15.– RM, nachdem wir im Vorjahr ein Minus von rd. 33.– RM hatten. Auch dies war dem Werk der Kameradschaft zu verdanken, weil wirtschaftlich bessergestellte Sportkameraden sich verpflichteten, freiwillig einen höheren Beitrag zu leisten und sich somit für die wirtschaftlich schwächeren einsetzten. Wenn der Sportangler in der Karikatur noch sehr oft als Objekt dient, beginnen unsere Erfolge auf wirtschaftlichem Gebiet bereits Früchte zu ernten. Die Summe unserer Fangergebnisse beträgt die beträchtliche Menge von 284kg. Dabei stehen noch Fänge aus, die nicht mehr erfaßt werden konnten. Um diese Menge, die dem Eigenverbrauch diente, hat der Verein zur Nahrungsmittelfreiheit des Deutschen Volkes beigetragen. Aber nicht nur rein wirtschaftlich gesehen bilden wir einen Faktor, sondern Hand in Hand damit geht die Hege und Pflege unserer heimischen Gewässer. Unser Gewässer wurde mit einem Besatz von 600 Karpfen und 500 Schleien ausgestattet. Damit soll unsere Aufgabe aber nicht erfüllt sein, sondern es gilt weiter zu arbeiten bis der letzte Angler in unserer Gemeinschaft aufgenommen und das letzte Gewässer nutzbar gemacht ist. Davon soll auch das neue Jahr, über dessen Schwelle wir soeben getreten sind, erfüllt sein um so mit zu arbeiten an dem großen Aufbauwerk, das nur ein Ziel kennt, Deutschland ! Vereinsführer.

1937

1937 wurde der Schlossgraben als Gewässer angepachtet. Über Besatz sind keine Informationen vorhanden. Mitgliederzahl am Jahresende: 46

1938

1938 wurde die Wettern in Cuxhaven angepachtet. Der Beitrag wurde auf 1,00 Reichsmark erhöht und der Mitgliederbestand wuchs bis zum Jahresende auf 45

1939

1939 Keine Anpachtungen von Gewässern – der Mitgliederbestand reduziert sich auf 38!

1940

1940 werden im Rahmen von Neuwahlen Paul Gerasch Gewässerwart, Herr Alsgut Sportwart und Herr Seidel Kassenwart. Der Mitgliederbestand reduziert sich auf 34.

1941

1941 stellt der Vereinsführer Johannes Mews sein Amt aus gesundheitlichen Gründen zur Verfügung, Nachfolger wird Herr Anton Reindl. In der Presse wird folgender Bericht veröffentlicht: „Angler sind im Gegensatz zu den Menschen, die der Hetze der Zeit verfallen sind, Ausstrahlungspunkte der Ruhe und Ausgeglichenheit. Kein Wunder: man bedenke, welche Ausdauer und Geduld der Angler aufbringen muß, wenn er seinem Sport huldigt. Dafür ist der Lohn des Glücks besonders groß, der den fleißigen und treuen Anglern zuteil wird. Den besten Beweis dafür liefert Anton Reindl, Vorsitzender des Angelsportvereins Cuxhaven. Am 16. Oktober holte er aus dem Hadelner Kanal den „Hecht seines Lebens“. Elf Kilo Lebendgewicht verzeichnete der kapitale Bursche. Es war der gewichtigste Hecht, der bislang von einem Cuxhavener Sportangler an die Luft befördert wurde. Um unseren Lesern zu beweisen, daß es sich bei diesem Fang um kein Anglerlatein handelt, zeigen wir den glücklichen Angler mit seinem fetten Brocken im Bild.“ (Anmerkung der Redaktion: das Bild eignete sich leider nicht für eine Wiedergabe an dieser Stelle.) Neu angepachtet wurden der Altenbrucher Kanal und die Braake. Der Jahresbeitrag wurde auf 1,50 Reichsmark erhöht. Der Mitgliederbestand wuchs zum Jahresende wieder auf 43 an. Originalzitat aus unserer Chronik: „Große Freude löste die Nachricht aus, dass die Mitnahme von Fahrrädern an Sonnabenden und Sonntagen den Sportanglern von der Reichsbahndirektion freigegeben wurde.“

1942

1942 erhöht sich der Mitgliederbestand auf 46.

1943

1943 findet sich folgender Eintrag in der Chronik: Neupachtungen: die Medemstrecke für ein weiteres Jahr. Besatz: 700 Zandersetzlinge in die Medem. Vom Reichsverband ist eine Aufnahmesperre verhängt worden. Angelgeräte gibt es nur auf Bezugsschein. Ende 1943 = 45 Mitglieder

1944

1944 Neupachtung: Die Baumrönne auf 12 Jahre. Ende 1944 = 45 Mitglieder

1945

1945 Eintrag in der Chronik: Vom September 1944 bis April 1946 fanden aufgrund des Kriegsendes keine Versammlungen statt.

1946

1946 Der Vereinsführer Reindl gibt bekannt, dass er sein Amt niederlegen müsse gemäss den Richtlinien der Militärregierung. Neuer Vorstand: Paul Gerasch 1. Vorsitzender und Schriftwart. A. Renfer 2. Vorsitzender. Paul Lehniger Kassierer. Kassenrevisoren: Reindl und Seidel. Ende 1946 = 43 Mitglieder.

1947

1947 Unser allererster Vereinsführer Johannes Mews hat uns für immer
verlassen. 10.9.46. Ende 1947 = 45 Mitglieder

1948

1948 Anpachtung von 2 Teichen in Padingbüttel. Austritt von 10 Mitgliedern nach der Währungsreform. Mitgliederbestand am Jahresende = 34.

1949

1949 wird im Rahmen von Vorstandsneuwahlen Anton Reindl(!) erneut zum Vorsitzenden gewählt. Der Beitrag wird auf 1,50 DM festgesetzt. Mitgliederbestand am Jahresende: 30.

Im Zeitraum zwischen 1948 und 1949 wird ein neues Wappen für den ASV eingeführt. Bis dahin wurde – wenn überhaupt – das Wappen des VDSF verwendet. Eine genauere Zeitangabe ist in der Chronik leider nicht enthalten.

1950

1950 Vergrößerung der Mitgliederzahl auf 35

1951

1951 44 Mitglieder

1952

1952 52 Mitglieder

1953

1953 Neuanpachtung der letzten Medemstrecke beim Schöpfwerk, am Jahresende 62 Mitglieder!

1954

1954 Einführung einer Aufnahmegebühr von 10,00 DM, Jahresbeitrag ab sofort 2,00 DM monatlich einschließlich der Zeitschrift „Fischwaid“. Anpachtung des Schachtes in Cuxhaven (Brahmsstraße) und des Erdmannschen Teiches in Dorum.

1955

1955 Neu aufgenommen wurde u.a. Sportkamerad Erich Sintermann. Geburtsjahr des heutigen Vorsitzenden Dieter Schlagowski. Mitgliederbestand am Jahresende = 72.

1956

1956 Erneute Vorstandswahlen. Der Vorstand wird größer. Erstmals wird auch ein Ehrenrat gewählt. Neuanpachtungen: Hadelner Kanal und Emelke in Westerwanna. Fertigstellung einer Anglerhütte in Padingbüttel. Mitgliederbestand am Jahresende = 78.

1957

1957 Anpachtung eines weiteren Teilstückes der Medem („zwischen Lütten Bullen und schwarzen Weg“) und des Flögelner Seeabflusses in Gemeinschaft mit Bederkesa. Ende des Jahres sind 81 Mitglieder im Verein. Gründung der Vereinsjugendgruppe. Erster Jugend-Angler ist der Schüler Jens Schmidt aus Cuxhaven.

1958

1958 Anpachtung der Cuxhavener Wettern vom Schleusenpriel bis zum Wasserwerk. Mitgliederbestand Ende 1958 = 87.

1959

1959 Eintragung in der Chronik: „Der Mühlenteich ist wiedergepachtet. Den Dorfteich haben wir nicht wiederbekommen. Die Aufnahmegebühr beträgt in Zukunft für Sportfreunde bis 60 Jahre DM 25,– über 60 Jahre DM 50,–. Im August sind Satzungen erstellt und ab 1. September ein eingetragener Verein. 15 Sportfreunde sind neu aufgenommen. Ende 1959 = 102 Mitglieder.“

1960

1960 „Der Monatsbeitrag wurde auf 3,00 DM einschließlich Fischwaid festgesetzt. Der Hauptgründer des Vereins Sportfreund Dr. Duge hat uns einen wunderbaren Pokal gestiftet. Das Stiftungsfest fand an 28. Mai statt. Neu aufgenommen wurde 19 Sportfreunde. Ende 1960 = 121 Mitglieder und 14 Jugendliche.“

1961

1961 wird Hermann Schmidt als Vereinsvorsitzender für 25-jährige Mitgliedschaft geehrt. In Padingbüttel wird das ASV-Vereinsheim „Karpfenklause“ eingeweiht. Die Unterkunft war zuvor mit erheblichem Arbeitseinsatz der Mitglieder in Eigenregie erstellt worden. Der Mitgliederbestand am Jahresende belief sich auf 116 und 15 Jugendliche.

1962

1962 wird Albert Richert zum 1. Vorsitzenden gewählt. Neu angepachtet wird der Cappeler Teich, die „Emelke zwischen den Brücken“ ist als Vereinsgewässer verloren gegangen. Wieder angepachtet wurde der Schlossgraben in Cuxhaven. Der ASV wird außerdem Hauptpächter der Hadelner Kanals auf einer Strecke von 7,9 km Länge. Der Beitrag wird auf 3,50 DM pro Monat erhöht. Mitgliederbestand Ende 1962 = 124 Erwachsene und 20 Jugendliche. In einem Zeitungsbericht über die Jahreshauptversammlung 1963 können wir folgende – aus heutiger Perspektive kaum noch nachvollziehbare – Sätze lesen:

„Klage führte Albert Richert über die Otternplage im Landkreis Wesermünde. Um dieser Plage ein Ende zu machen, habe er sich mit dem dortigen Kreisjägermeister in Verbindung gesetzt, der ihm zugesichert habe, für den Abschuß der Ottern zu sorgen.“ Wie sich die Zeiten doch ändern!

1963

1963 Das Jahr steht unter dem besonderen Stern einer Zusammenführung der Angelvereine in Otterndorf und Cuxhaven. Der neue Name lautet „A.S.V. Cuxhaven-Land Hadeln e.V.“. Der Mitgliederbestand beläuft sich am Ende des Jahres auf 188.

1964

1964 wird Erich Sintermann zum 1. Vorsitzenden gewählt. In einem Pressebericht über die Jahreshauptversammlung am 25. Januar 1964 sind folgende – aus heutiger Sicht sicherlich amüsante – Zeilen zu lesen: „Eine lebhafte Diskussion entspann sich um die Frage, ob auch in Cuxhaven die Mitglieder dazu aufgefordert werden sollten, sich einer Fischerprüfung zu unterziehen. Während eine solche Prüfung im Süden der Bundesrepublik bereits Voraussetzung für die Angelerlaubnis ist, ist sie im Norden noch nicht obligatorisch. „Wir wollen uns diesem neumodischen Kram nicht unterwerfen“, meinte Theodor Tüchsen dazu. Albert Richert entgegenete: „Man kann das Rad der Entwicklung nicht zurückdrehen.“ Während ein Teil der Mitglieder sich für die Einführung der Fischerprüfung aussprach, waren andere dagegen. Schließlich einigte man sich auf den Vorschlag von Erich Sintermann, dass es jedem freigestellt werden solle, eine Prüfung abzulegen. Zur Abnahme der Sportfischerprüfung wird der Sportwart des Landesverbandes am Gründonnerstag, dem 26. März, nach Cuxhaven kommen und einen Vortrag mit Dias halten. Tags darauf, am Karfreitag, erfolgt die praktische Unterweisung.“

Aufgrund eines Fischsterbens in der Medem in größerem Ausmaß wird vom ASV Anzeige erstattet. Neu angepachtet wird der „See achtern Diek“ in Otterndorf. Der Pachtvertrag für den Schulteich in Padingbüttel wird um 10 Jahre verlängert. Mitgliederbestand am Jahresende: 168.

1965

30 Jahre ASV-Cuxhaven Land Hadeln e.V.

1965 wird vom Hadelner Kanal die „Strecke Hagenah“ neu angepachtet. Der Mitgliederbestand erhöht sich zum Jahresende auf 170.

1966

1966 wird Erich Sintermann als 1. Vorsitzender im Amt bestätigt. U.a. wird Walther Roenicke zum 2. Vorsitzenden gewählt. Weiterhin wird 1966 im Hotel Atlantik das 30-jährige Jubiläum des ASV gefeiert. Bei einer Fahrt in´s Blaue wurden die Forellen-Teiche in Horneburg besichtigt. Neu gepachtet wurden die Medem von der Mündung „bis zum lütten Bullen“ und der „Camping-See“ in Otterndorf. Für Besatz wurden 3.000 DM ausgegeben und erstmals wurde der Hahn-See zum Fischen freigegeben. Am Jahresende hatte der Verein 176 Mitglieder.

1967

1967 wurde der Teich in Cappel-Neufeld aufgegeben. Dabei muss es sich offensichtlich um den Dorfteich gehandelt haben. Der Verein trauerte um seinen verstorbenen Ehrenvorsitzenden Anton Reindl. Am Jahresende belief sich der Mitgliederbestand auf 190.

1968

1968 stand unter dem Zeichen einer Großveranstaltung. Am 1. September fand an der Braake in Altenbruch das seit 1960 alljährlich veranstaltete Elbschloss-Pokalangeln statt. Hintergrund dieses Wettbewerbs war ein im Jahre 1960 von der Elbschloss-Brauerei aus Anlass des 25-jährigen Vereinsjubiläums gestifteter Wanderpokal, um den nun „alljährlich im friedlichen Wettstreit an den Gewässern gekämpft werden“ sollte. Im Jahr 1968 haben ca. 200 Sportangler aus sieben Vereinen an der Veranstaltung teilgenommen – Zahlen, von denen Sportwarte der heutigen Generation nicht einmal zu träumen wagen ! Die Cuxhavener Zeitung berichtet hierzu u.a. mit folgendem Beitrag:

„Siegerehrung und Preisverteilung

Die Siegerehrung und Preisverteilung beginnt um 12.30 Uhr im Gasthaus „Zur Linde“. Neben zahlreichen anderen Preisen wird am Sonntag erstmalig ein Ehrenpreis der Gemeinde Nordseebad Altenbruch überreicht werden. Sollte er nicht verhindert sein, wird Bürgermeister Hoppe dem Sieger diesen Preis persönlich überreichen. Gespannt und voller Erwartungen sehen die Sportfischer nun dem großen Ereignis entgegen. Mögen sich alle ihre Hoffnungen erfüllen! Dazu Petri Heil und toi, toi, toi….“

Neu abgeschlossen bzw. verlängert wurde ein Fischereipachtvertrag für den Hadelner Kanal „von der Beuflether Brücke bis zum Leher Schöpfwerk“. Es handelt sich dabei um eine Strecke von insgesamt 27km.

Der „See achtern Diek“ wird erstmals zur Befischung freigegeben.

Mitgliederbestand am Jahresende: 205

1969

1969 waren keine Besonderheiten zu verzeichnen. Es wurde beschlossen, dass der Mitgliedsbeitrag zukünftig nicht mehr monatlich, sondern vierteljährlich im Voraus zu entrichten ist. Der Mitgliederbestand entwickelte sich zum Jahresende auf 212, davon 34 Jugendliche.

1970

1970 bis heute, ist in Arbeit.

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